|
Der Konflikt ist integraler Bestandteil menschlicher Begegnung, Entwicklung und menschlicher Identitätsfindung. Somit besteht in der mediativen, konstruktiven Gesprächsführung die Möglichkeit, mit Differenzen umzugehen, die weder verdrängt werden können noch verdrängt werden sollen.
Phänomenologie, Hermeneutik und Dialektik als Methoden der praktischen Philosophie bilden eine Basis, auf der ein Umgang mit der Welt und dem Menschen in angemessener Weise reflektiert und gestaltet werden kann.
In diesem Sinn kann die Mediation im Besonderen und die mediative Haltung im Allgemeinen als eine Form von gelebter, praktischer Philosophie und Ethik herausgestellt werden.
Christian Krämer stellt in seinem Buch den wissenschaftlichen Ansatz einer philosophischen Fundierung der Mediation als Konfliktlösungsverfahren vor und fasst gleichzeitig anschauliche Beispiele aus der Praxisliteratur zusammen. Dabei wird ein neuer Blick auf den Umgang mit Konflikten eröffnet, der letztendlich zu Konfliktfähigkeit auch im Sinne von Dialogfähigkeit führen kann.
|