Das Verhältnis von Theorie und Praxis - Verlag Turnshare Ltd.
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Autor: Uwe Petersen

Herausgeber: Joachim Heil

Paperback, Seiten: 212

ISBN: 978-1-84790-007-4

Preis € 21,90

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Leseprobe - pdf-Datei (589kb)

Das Verhältnis von Theorie und Praxis
in der transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls

Da die Wissenschaft die Rückbeziehung auf das intendierende Subjekt vermissen lässt und sie die Gegebenheiten unreflektiert als objektiv nimmt, ist sie, und mit ihr die gesamte Kultur und Zivilisation, nach Husserl in eine Krise gekommen. Husserl glaubt mit seiner Philosophie die Einseitigkeit moderner Wissenschaft zu überwinden und die Menschen dazu zu befähigen, ethisch und normgerecht handeln zu können. Husserl erweist sich damit als Handlungsphilosoph, wie der Autor in seiner Dissertation von 1964 nachwies, die hiermit als Nachdruck vorliegt.

Diese Interpretation entsprach und entspricht wohl immer noch nicht dem allgemeinen Husserlbild, weil seine Phänomenologie, maßgebend von Martin Heidegger, aber auch von anderen, ontologisiert wurde. Die handlungsphilosophischen Positionen blieben so unverständlich. Hans Georg Gadamer gab dem Autor deshalb das Dissertationsthema Das Verhältnis von Theorie und Praxis in der transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls.

Da Gadamers Hermeneutik aber auch Subjektivität in ontologische Bezüge einzufangen versucht und Gadamer sich daran hielt, dass der für Handlungsphilosophie nicht übergehbare Wille bei den antiken Griechen noch nicht einmal als Wort vorhanden war, akzeptierte er die Doktorarbeit zwar als einen wichtigen Aspekt in der Husserl-Interpretation, muss aber wohl erwartet haben, dass der Autor Husserls handlungsphilosophische Positionen ebenfalls ontologisch wieder einfing.

Wie im Nachtrag zur Dissertation Edmund Husserl als Handlungsphilosoph dargelegt, wurde die handlungsphilosophische Interpretation des Autors durch spätere Veröffentlichungen Hus-serlscher Schriften nach 1964 bestätigt. Dennoch blieb die Transzendentale Phänomenologie Husserls als Handlungsphilosophie unzureichend.
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