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Der große Reiz, der von Philipp Mainländer ausgeht, liegt wohl hauptsächlich in seiner Philosophie des Zerfalls begründet, einem Gedankengerüst, das zu Streit und empörter Ablehnung schon immer herausgefordert hat, aus dem sich aber auch Erstaunen und Bewunderung bis ins 21. Jahrhundert hinein herausgehangelt haben.
Ein weiterer Reiz, der zum Lesen, Denken und Nachforschen anregt, liegt in seiner Person selbst. Dieser Philosoph und Dichter, der lange vergessen war, obwohl er sich im 19. Jahrhundert als Autodidakt konsequent in die erste Reihe der Schopenhauer-Schüler geschrieben hat und den Größenwahn und die geistige Verwirrung schon vierzehn Jahre früher als Nietzsche erleben durfte, der seine Philosophie schließlich konsequent und am Strick hängend verlebt hat der ist es wert und selber schuld, dass man ihn in die Welt der Menschen zurückzitiert.
Solch diffizile Aufgabe hat sich dieses Buch zum Ziel gemacht und versucht, mit einem erstmaligen Gesamtblick auf Leben und Werk, aber auch mit einem besonderen Schwerpunkt auf Prosa und Lyrik des Mythopoeten, nicht nur dem Philosophie-Interessierten das mainländersche Werk mit einer Prise Witz und Wissenschaft schmackhaft zu machen.

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