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Erkrankungen der Kiefergelenksregion führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung im Alltag. “Nichts schmeckt mehr!” ist der kurze aber prägende Ausruf vieler Betroffener. Kein Wunder, wenn bei jedem Bissen die Beschwerden zunehmen, Schmerzen in der Wange, Schmerzen vor und im Ohr, Schmerzen im Gesicht, im Nacken, in der Halswirbelsäule.
Sind andere Gelenke erkrankt, etwa das Knie oder Sprunggelenk, werden diese Gelenke ruhig gestellt. Mit Gips oder Schiene. Entlastung eben, damit unter Schonung das Gelenk heilen kann. Beim Kiefergelenk bedeutet Ruhigstellung: Sprech- und Essverbot. Jetzt erst wird klar, dass eine Erkrankung des Kiefergelenks eine unzumutbare Beeinträchtigung im alltäglichen Leben bedeutet. Die Kommunikation muss auf ein Minimum reduziert werden, die Kost besteht nur noch aus Brei und Suppe. Für eine oder zwei Wochen ist das kein Problem. Kiefergelenkserkrankungen sind jedoch in den meisten Fällen ein langwieriges Geschehen, dass oft viele Monate anhält, bevor eine Behandlung erfolgreich sein kann.
Als Betroffene haben drei Patienten der fachübergreifenden Kiefergelenkssprechstunde der Medizinischen Hochschule Hannover aus Ihrer Not eine Tugend gemacht und die Kochrezepte, die sie während ihrer eigenen Erkrankung als brauchbar und praktikabel erprobt haben, in einer Rezeptesammlung zusammengefasst. Es wurde daraus ein Kochbuch für Kiefergelenkspatienten, ein Leitfaden für eine etwas andere Küche, die das Kiefergelenk schont und dennoch wohlschmeckend ist.
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